Silvrettaseilbahn AG

Klimaneutrales Skigebiet Ischgl

UNSER SKIGEBIET IST KLIMANEUTRAL

Klimaneutral bedeutet: wir haben unsere Treibhausgasemissionen berechnet, an vielen Stellen reduziert und alle unvermeidbaren Emissionen über anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen! Dabei haben uns ClimatePartner als Lösungsanbieter für Klimaschutz und der Verein VITALPIN unterstützt.

1. CO2 berechnen

Wir haben alle CO2-Emissionen berechnet, die im Skigebiet Ischgl während der laufenden Wintersaison durch alle Liftanlagen, die Beschneiung und Bewalzung der Pisten sowie durch die Bergrestaurants der Silvrettaseilbahn AG entstehen (Basis: Verbrauchswerte Kalenderjahr 2018).

2. CO2 reduzieren und vermeiden

In den vergangenen Jahren haben wir einige Hebel in Bewegung gesetzt, um unseren CO2-Ausstoß zu reduzieren bzw. so gering wie möglich zu halten:

1. Strom aus erneuerbaren Energieträgern

Alle Anlagen des Skigebiets Ischgl betreiben wir mit Strom, der zu über 80 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Der größte Teil der von uns bezogenen Energie wird in Wasserkraftwerken in der unmittelbaren Umgebung produziert (Bild: Kopsstausee, Galtür).

2. Ausbau alternativer Energieträger

Durch Solar- und Wärmerückgewinnungsanlagen sparen wir ca. 80.000 l Heizöl pro Jahr.

Auch unser Ischgl Slope Food Bergrestaurant und die Talstation der Sesselbahn Gampen E4 heizen wir fossilfrei mit Erdwärme. 

3. Digitale Schneehöhenmessung

Durch digitale Schneehöhenmessung mittels GPS in allen Pistengeräten erzeugen wir Schnee dort, wo er gebraucht wird. Somit verbrauchen wir weniger Wasser und reduzieren für die Präparierung notwendige Pistenmaschinenstunden. Für die Präparierung an sich benötigen wir weniger Schnee, darüber hinaus können Flurschäden durch die exakte Schneetiefeninformation vermieden werden.

4. Mitfinanzierung öffentlicher Nahverkehr (Skibusse)

Die Silvrettaseilbahn AG beteiligt sich maßgeblich an der Finanzierung des Skibusnetzes im Paznaun. Durch diese Maßnahme wird der Autoverkehr zu den Seilbahnstationen erheblich verringert.

5. Aufforstung im Skigebiet Ischgl

In den letzten Jahren haben wir über 10.000 Bäume im Skigebiet Ischgl gepflanzt.

Die neue Silvretta Therme werden wir weitestgehend mit Erdwärme beheizen. Durch diese Einzelmaßnahme werden wir voraussichtlich jährlich rd. 1.300 Tonnen CO2 einsparen.
Dies bedeutet einen großen Fortschritt im Vergleich zur aktuellen Situation (Hallen- und Freibad, jeweils beheizt mit fossilen Energieträgern).

3. CO2 ausgleichen: Internationaler und regionaler Waldschutz

Die CO2-Emissionen, die wir nicht vermeiden können, gleichen wir über Klimaschutzprojekte aus. In unserem Fall haben wir eine besondere Projektkombination aus Waldschutz im Regenwald von Peru und in der unmittelbaren Region (Paznaun und Ischgl) ausgewählt.

Warum?
Anerkannte und zertifizierte Klimaschutzprojekte sind in der Regel in Ländern des globalen Südens angesiedelt. Sie generieren zertifizierte Emissionseinsparungen, werden von unabhängigen Organisationen kontrolliert und müssen strenge Auflagen erfüllen. Damit können wir die von uns verursachten Emissionen ausgleichen und das Skigebiet Ischgl klimaneutral machen.

Unser Klimaschutzprojekt ist ein zertifiziertes Regenwaldprojekt in Peru, das die illegale Abholzung des Regenwaldes im Amazonas eindämmen soll.
Darüber hinaus war es uns aber ein besonderes Anliegen, dass auch die unmittelbare Region selbst von den Ausgleichsmaßnahmen profitiert und diese unseren heimischen Wäldern, die bekanntermaßen eine wichtige Schutzfunktion haben und Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen sind, zugutekommen. Bei dieser regionalen Aufforstung handelt es sich um eine ideale Ergänzung zum erwähnten Aufforstungsprojekt in Peru.

UNTERSTÜTZTE KLIMASCHUTZPROJEKTE der Silvrettaseilbahn AG

 

Weitere Informationen dazu unter www.climatepartner.com/13578-1910-1002

DESHALB SIND EURE SKITAGE BEI UNS KLIMANEUTRAL!

FAQ - Klimaneutralität

Information über den Klimaschutz von Climate Partner

Als klimaneutral bezeichnet man Unternehmen, Produkte und auch Skigebiete deren CO2-Emissionen berechnet und durch Unterstützung international anerkannter Klimaschutzprojekte ausgeglichen wurden. Der Ausgleich von CO2-Emissionen ist neben Vermeidung und Reduktion ein wichtiger Schritt im ganzheitlichen Klimaschutz.
Treibhausgase wie CO2 verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre, die  Treibhausgaskonzentration ist somit überall auf der Erde in etwa gleich. Deshalb ist es für die globale Treibhausgaskonzentration und den Treibhauseffekt unerheblich, an welchem Ort auf der Erde Emissionen verursacht oder vermieden werden. Emissionen, die lokal nicht vermieden werden können, können deshalb durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort ausgeglichen werden.

Klimaschutzprojekte leisten einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung der globalen Erwärmung, indem sie nachweislich Treibhausgase einsparen. Das kann etwa durch
Waldschutz, Aufforstung oder den Ausbau erneuerbarer Energien erfolgen. Zusätzlich fördern Klimaschutzprojekte eine nachhaltige Entwicklung in den Projektländern, zum Beispiel indem sie die Versorgung mit sauberem Trinkwasser verbessern oder indem lokale Infrastrukturen ausgebaut werden, Arbeitsplätze entstehen oder die Biodiversität erhalten bleibt.


Ein weltweit anerkannter Maßstab, um solche positiven Effekte zu messen, sind die 17 Ziele der UN für Nachhaltige Entwicklung (SDGs, Sustainable Development Goals). Sie reichen von Armuts- und Hungerbekämpfung, Bildung oder Arbeitsplätzen bis hin zur Verbreitung sauberer und erschwinglicher Energie. Jedes Klimaschutzprojekt von ClimatePartner trägt zu mehreren dieser Ziele bei, wir weisen sie jeweils einzeln in der Projektbeschreibung aus. Manchmal ist der zusätzliche Effekt sogar so groß, dass es sich im Kern eigentlich um Entwicklungsprojekte mit Klimaschutzwirkung handelt – und nicht umgekehrt.

Die Begrifflichkeiten CO2-frei und klimaneutral werden immer wieder verwechselt. Beides sind jedoch unterschiedliche Aspekte des Klimaschutzes. Ist ein Produkt oder eine Dienstleistung CO2-frei, so bedeutet dies, dass bei der Herstellung bzw. Bereitstellung keinerlei CO2-Emissionen angefallen sind – und zwar in der gesamten Lieferkette, einschließlich Rohstoffen, Logistik und Verpackung. Klimaneutral hingegen bedeutet, dass die CO2-Emissionen eines Produktes nach gängigen Standards berechnet und im zweiten Schritt durch ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt ausgeglichen wurden. CO2-freie Produkte gibt es praktisch nicht. Klimaneutral kann nach dieser Definition jedes Produkt sein.


In vielen Fällen ist das Potenzial für CO2-Reduktionen – zumindest kurzfristig – begrenzt. Eine Spedition kann beispielsweise nicht von heute auf morgen ihre gesamte LKW-Flotte austauschen, wohl aber durch Fahrertrainings und eine optimierte Auslastung die CO2-Emissionen je Tonnenkilometer Schritt für Schritt optimieren. Dennoch sollte das Unternehmen heute schon mit dem CO2-Ausgleich beginnen und möglichst sofort klimaneutral werden.

CO2-Ausgleich ist keine Spende, sondern eine Dienstleistung. Anders als bei Spenden bekommt der Kunde einen konkreten Gegenwert, nämlich den Ausgleich einer genau bestimmten Menge CO2 und zahlt dafür einen bestimmten Preis. Unterschiedliche Projekte haben unterschiedliche Preise je Tonne CO2, abhängig von der Projektregion, der Technologie, dem Zertifizierungsstandard, etc. Der Preis für ein Projekt kann sich auch im Laufe der Zeit ändern.

Die Effizienz des Mitteleinsatzes von Klimaschutzprojekten wird allgemein als sehr hoch angesehen. Die meisten Projekte finanzieren sich überdies nicht ausschließlich durch den Verkauf der Zertifikate. Mit Zertifikaten wird stattdessen eine Finanzierungslücke geschlossen, ohne die ein Projekt nicht umgesetzt werden könnte. Der Verkauf von Zertifikaten ist also eine rückwirkende Finanzierung eines bestehenden Projekts. Der CO2-Ausgleich hat bereits stattgefunden und die Projekte wurden bereits realisiert.

Bei hochwertigen Klimaschutzprojekten wird die CO2-Einsparung sehr streng und vor allem rückwirkend kontrolliert. Wer CO2 ausgleicht, muss also das Projekt sehr genau auswählen. Deshalb haben wir ClimatePartner dafür an Bord geholt: ClimatePartner arbeitet seit 2006 eng mit Projektentwicklern auf der ganzen Welt zusammen, hat Einblick in die Projektarbeit vor Ort und den Überblick, welche Projekte sinnvoll sind.


Die CO2-Einsparung bei uns erfolgt über ein Klimaschutzprojekt für Regenwaldschutz in Peru. Es ist nach dem Verfied Carbon Standard, einem der strengsten international anerkannten Standards für Klimaschutzprojekte und der führende Standard bei Waldschutzprojekten, sowie nach CCBS Gold Level zertifiziert. Es spart pro Jahr 1,5 Mio Tonnen CO2 ein, das wird validiert und verifiziert von SCS Global Services (SCS) – jedes Jahr.

Mit CO2-Kompensation alleine können wir das Klima nicht retten. Wir brauchen eine grundlegende Umstrukturierung der Weltwirtschaft, den kompromisslosen Abschied von allen fossilen Brennstoffen, deutlich energiesparsamere Verfahren in der Produktion und im Verkehr, wahrscheinlich sogar ein neues Verständnis von Konsum.


Bis diese Schritte umgesetzt sind, ist CO2-Kompensation aber ein ganz entscheidender Baustein im Klimaschutz. Es ist zum aktuellen Stand der Technik nicht möglich, vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen und Emissionen auf Null zu reduzieren. Ohne Kompensation, also ohne klimaneutrale Produkte und Unternehmen, können wir die Pariser Klimaziele nicht erreichen.

Manchmal wird der CO2-Ausgleich mit dem mittelalterlichen Ablasshandel verglichen. Tatsächlich stehen hinter dem CO2-Ausgleich international anerkannte Klimaschutzprojekte, die im Hier und Jetzt eine konkrete und nachgewiesene Wirkung haben – im Gegensatz zum kirchlichen Ablass. In der Projektdokumentation lässt sich exakt nachvollziehen, wie viele CO2-Emissionen ein Projekt eingespart hat. Die finanzielle Unterstützung dafür erfolgt erst im Nachhinein. Eine sehr anschauliche Darstellung hat der Focus dazu veröffentlicht: „Wie man herausfindet, ob Offset-Angebote ihr Klimaversprechen halten“ von Daniel Schmid
(https://www.focus.de/finanzen/experten/schmid/kampf-gegen-klimawandel-wie-co2-offsets-funktionieren_id_7791041.html?fbc=fb-shares)

Neben der klimafreundlichen Wirkung von Projekten ist ein weiterer Aspekt wichtig, nämlich der Effekt, den ein Projekt vor Ort entfaltet. Annähernd alle Klimaschutzprojekte haben massive positive Effekte auf die lokale Entwicklung. Nicht umsonst wird im Kyoto Protokoll auch der Begriff Clean Development Mechanism verwendet. Bei manchen Projekten ist der Zusatzbeitrag so groß, dass sie im Kern eigentlich Entwicklungsprojekte mit Klimaschutzwirkung sind – und nicht umgekehrt.


Einen weltweit anerkannten Maßstab, um diese positiven Effekte zu messen, bieten die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Diese 17 Ziele umfassen etwa die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Förderung von Bildung oder die weltweite Verbreitung sauberer und erschwinglicher Energie. Unser Klimaschutzprojekt in Peru trägt zu mehreren dieser Ziele bei:


1 Keine Armut
Langfristiges Einkommen für Kleinbauern
2 Kein Hunger
Schulungen zur Erhöhung der Ernteerträge und umweltfreundlichen Anbaumethoden
4 Hochwertige Bildung
Bildungsangebote für Kleinbauern
5 Geschlechtergleichheit
29 Prozent der Projektzielgruppe sind Frauen, darunter viele alleinerziehende Mütter
8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Arbeit in Forstwirtschaft, Bewachung, Verkauf
10 Weniger Ungleichheiten
Landrechte für Kleinbauern
11 Nachhaltige Städte und Gemeinden
Patrouillen für Waldschutz
12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Nachhaltiger Anbau von Paranüssen statt Abholzung des Regenwaldes
13 Maßnahmen zum Klimaschutz
Pro ausgeglichener Tonne CO2 schützt das Projekt im Durchschnitt 2.000 Quadratmeter Amazonas-Regenwald
15 Leben an Land
Weltweit größte biologische Vielfalt
17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Unsere langfristige Unterstützung ermöglicht Projekte für nachhaltige Entwicklung im globalen Süden.

Was Sie vielleicht noch nicht wussten...

Bei Gründung der Silvrettaseilbahn AG im Jahr 1962 war es das erklärte Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Ischgl und der Talschaft Paznaun zu fördern, die Abwanderung zu verhindern und der einheimischen Bevölkerung eine wirtschaftliche Existenz zu sichern. Daran hat sich bis heute nichts geändert. 

Abnahme von regionalen landwirtschaftlichen Produkten

Wussten Sie, dass wir seit 1998 unseren regionalen Bauern 1.151 Rinder, 422 Kälber und 376 Lämmer zu einem fairen Preis abgekauft und in unseren Restaurantbetrieben verwertet haben?

Zur Sicherung der Abnahme sonst schwer zu vermarktender Produkte wie Fleisch wurde ein eigener Schlachthof gebaut, in den die Bauern ihr Schlachtvieh bringen, das von der Silvrettaseilbahn AG zu einem fairen Preis abgenommen und in den betriebseigenen Bergrestaurants verwertet wird. Dadurch werden lange Transportwege eingespart.

Wussten Sie, dass unser Gemeindegebiet 10.301 ha groß ist und davon gerade einmal 3 % skitechnisch (322 ha) erschlossen sind? 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Silvrettaseilbahn AG

ATU Nr.: 31779705
Silvrettaplatz 2
6561 Ischgl
Austria