Dank bester Technik über dem Schnee schweben

Piz Val Gronda E5 in Ischgl

Fast schon majestätisch schwebt die Piz-Val-Gronda-Bahn über den Schnee der Ischgler Bergwelt. Die Seilbahn fügt sich nahtlos in die Landschaft ein, weil beim Bau dieser zweispurigen Pendelbahn auf ökologische Gesichtspunkte geachtet wurde. Mit der 2013 errichteten Liftanlage wurde der Piz Val Gronda auf 2.812 Höhenmeter zugänglich.
Übrigens: Genau über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz.

Durch die Errichtung einer Pendelbahn fiel die Wahl auf die schonendste Variante für Landschaft und Naturhaushalt. Ein Detail, das sofort auffällt: Für die Pendelbahn sind lediglich zwei Stützenstandorte notwendig und auf einen Kabelgraben im Bereich der Trasse konnte verzichtet werden. 

Tipp:
Ziehen Sie Ihre Schwünge unbedingt auf der Piste 42 vom Piz Val Gronda hinunter ins Vesil. Auch die Piste wurde besonders ressourcenschonend und ohne umfangreiche Erdarbeiten errichtet. 
 

Seilbahn-Facts zur Piz Val Gronda E5

  • offene Bauweise der Berg- und Talstationen, die sich bestmöglich ins Landschaftsbild einfügen 
  • In einem Fahrzeug finden 150 Personen Platz, 34 Sitzplätze sind beheizt. Zwei Fahrzeuge sind im Einsatz.
  • maximaler Lawinenschutz um die Seilbahn mit acht Lawinensprengmasten zu sichern
  • Die Fahrt vom Tal bis zur Bergstation dauert rund fünf Minuten.
  • Pro Stunde können bis zu 1.300 Menschen transportiert werden.
     

Status

geschlossen
Nr.: E5 - Piz Val Grondabahn
Letzte Aktualisierung:

Technische Daten auf einen Blick

Bei der Piz Val Gronde E5 handelt es sich um eine klassische zweispurige Pendelbahn mit zwei Tragseilen je Fahrbahn und einer durchgehenden Zugseilschleife. Es gelangen zwei Fahrzeuge mit einem Fassungsvermögen von je 150 Personen ohne Tragseilbremse zum Einsatz.

Für die Versorgung der Bergstation sind die Energie- und Datenkabel in den Tragseilen integriert, dadurch ist kein Kabelgraben zwischen Tal- und Bergstation notwendig.

Auf der Strecke zwischen Vesil und Piz Val Gronda waren zwei Stützen erforderlich. Die erste Stütze (Höhe zirka 90 Meter) befindet sich etwa 462 Meter (Sehnenlänge) nach der Talstation. Die zweite Stütze (Höhe zirka 64 Meter) ist etwa 388 Meter vor der Bergstation entfernt. 

Das Notantriebskonzept der Anlage sieht vor, dass bei einem Stillstand der Anlage (Notfall, Stromausfall, technischer Defekt, …) mit zwei unabhängigen Notantrieben ein Leerfahren der Bahn möglich ist. So ist es nahezu ausgeschlossen, dass die Fahrgäste mittels Bergung zu Boden aus den Kabinen geholt werden müssen. 

Gemäß des Konzepts zur Maximierung des Lawinenschutzes im Zusammenhang mit dem Bau der 150-ATW Piz Val Gronda waren acht Lawinensprengmasten (jedoch keine Lawinenanbruchsverbauung) zur Sicherung der Skipiste notwendig.

Bei Fragen rund um die Piz Val Gronda, ihre Bauweise und die technischen Feinheiten steht Ihnen das Team der Ischgler Bergbahnen gerne zur Verfügung!

Alles zum Bau der Pendelbahn