Sehenswürdigkeiten Tirol

Kultur in Ischgl

Tirol bietet nicht nur jede Menge Sport und Action, sondern auch Museen, Kirchen und Konzerte.

Kultur erleben in Ischgl 

Die Skipisten, Radwege und Diskos in Ischgl sind weltberühmt. Doch daneben gibt es auch ein breites Kulturangebot, das immer mehr Anklang findet. 

Museen rund um Ischgl – vertieftes Verständnis für die Region

  • Das Mathias-Schmid-Museum liegt am Dorf- und Waldrand von Ischgl. Von hier aus genießt der Besucher eine wunderbare Aussicht auf Ischgl und auf die gegenüberliegende Verwallgruppe. Der markante Bau mit Walmdach ist nicht nur Ausstellungsgebäude, sondern auch eine Erinnerungsstätte an eine Paznauner Künstlerpersönlichkeit. Die Werke von Mathias Schmid (1835 bis 1923) spiegeln das Leben in den Bergen wieder: den Alltag der Bergbauern in einer entbehrungsreichen Umwelt. Am Museum beginnt auch der Mathias-Schmid-Kunstlehrpfad, der von Ischgl bis nach Mathon und Galtür führt. Entlang des Weges informieren zahlreiche Bildtafeln über den berühmten Künstler.
     
  • Das Bauernmuseum in Mathon bietet spannende Einblicke ins Leben der Bergbauern im Paznaun. In der alten Stube werden auch regionale Spezialitäten angeboten.
     
  • Das Museum der Silvretta Seilbahn AG zeigt eindrucksvoll die Geschichte des Unternehmens. Viele Bilder und Originalobjekte spannen einen Bogen von den Anfängen 1963 bis zur modernen Gegenwart.

Kirchen und Kapellen rund um Ischgl – Orte der Besinnung mit langer Tradition

Eine weitere Sehenswürdigkeit im Paznaun sind die wunderschönen Kapellen. Diese idyllischen Bauwerke fügen sich meisterhaft in die kaum berührte Landschaft. Die meisten Kapellen erreicht man über romantische Wanderpfade.
 

  • Die Pfarrkirche zum St. Nikolaus in Ischgl ist dem heiligen Nikolaus von Myra gewidmet. Eine Vorläuferkapelle stand hier schon 1443. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die heutige Kirche im gotischen Stil erbaut. Beeindruckend sind die Rokokoaltäre und die Rokoko-Stukkatur aus verschlungenem Blattwerk. Herzstück ist der silberne Reliquienarm des heiligen Stephanus. Ein Ischgler brachte ihn 1794 aus der Eiffel. 1972/73 wurde die Kirche renoviert.
     
  • Die Wallfahrtskapelle zu den Sieben Schmerzen Mariä in Unterpardatsch (1676) liegt in einer idyllischen Waldlichtung am alten Weg ins Fimbertal. Erbaut hat sie der Ischgler Gastwirt Christian Zangerl. Im Mittelpunkt der Kapelle steht ein Gnadenbild von Josef Schöpf aus Telfs (1745 bis 1822).
     
  • Die Annakapelle nahe der Bodenalpe steht seit 1610. Damit ist sie von den heutigen Paznauner Kapellen die urkundlich Älteste. Den schlichten Bau mit Dachreiter ziert ein Altarbild aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.
     
  • Die Martha-Kapelle wurde dagegen erst am 28. Juli 1995 eingeweiht. Im Weiler Ischgl-Innerversahl hatte sich eine Initiative von Frauen viele Jahre dafür eingesetzt. Dank Spenden von Bürgern und lokaler Firmen wurde im Juni 1994 mit dem Bau begonnen. Den Altar ziert eine geschnitzte Figurengruppe, Jesus mit Maria und Martha, geschaffen von Josef Jehle aus Kappl. Die bunten, bleiverglasten Fenster haben die Ischgler Lehrerkünstler Paul Zangerl, Bernhard Walser und Andreas Salner gestaltet.
     
  • Die Maria-Schnee-Kapelle in Pasnatsch ist die größte in der Pfarrgemeinde Ischgl. Sie wurde 1643 erbaut und 1708 vergrößert. Besondere Beachtung verdient der prächtige Hochaltar. Das reich geschnitzte Kunstwerk aus der Zeit um 1660 wird dem Barockbildhauer Michael Lechleitner aus Grins zugeschrieben. Den rechteckigen Betraum schmückt eine Kassettendecke mit Schnitzdekor.
     
  • Die Heilige Dreikönigskapelle entstand im Jahre 1818. Hier findet man Stuckdekor über dem Triumphbogen und den Rundbogenfenstern sowie eine Madonnenstatue von Michael Lechleitner aus dem 17. Jahrhundert.
     
  • Die Mariahilf-Kapelle wurde 1676 erbaut und erhielt bei ihrer Renovierung im Jahre 1793 ihre heutige Form. Eine geschwungene Giebelfassade prägt das Äußere der Kapelle. Im Innern steht ein Altar mit Figuren aus der Werkstatt von Josef Georg Witwer.
     
  • Die 1981 vorbildlich restaurierte Antoniuskapelle in Versahl repräsentiert den Paznauner Kapellentypus. Um 1630 wurde sie zu Ehren des Hl. Antonius von Padua als Pestkapelle errichtet und bereits 1673 vergrößert. Hauptaltar und Empore sind in der Form der Paznauner Möbel des 17. Jahrhunderts gehalten. Prunkstück der Ausstattung ist eine Pietà des Bildhauers Johann Ladner.
     
  • Die Totenkapelle zum Heiligen Luzius wurde 1773 erbaut und zeigt ein reizendes Rokokoaltärchen in schwarzer Farbe. Franz Hosp aus Imst schnitzte die vier Heiligenfiguren Edmund, Aloysius, Stefanus und Laurentius. Das Altargemälde und das Oberbild malte Christian Miller aus Imst. Auf der Altarmensa steht eine wertvolle Pietà von Jakob Auer (um 1700).
     
  • Die Kapelle zum Heiligen Gallus auf der Alpe Oberpardatsch im Fimbertal wurde 1793 an der Stelle einer kleinen Kapelle aus dem Jahre 1736 gebaut. Hier sieht man unter anderem ein Altarblatt von Anton Schueller aus der Zeit um etwa 1760.

Konzerte in Ischgl – geistige Stärkung in besonderer Umgebung

In Ischgls Pfarrkirche gibt es regelmäßig Auftritte regionaler Musikgrößen. Von Bachkantaten über Orgelkonzerte bis zu festlichen Liederabenden ist alles geboten. Und nebenbei eine tolle Chance, die ursprüngliche Kultur der Alpenregion kennen zu lernen.