Die Geschichte der Silvrettaseilbahn AG

Eine Erfolgsgeschichte seit 1961

Als am 18. April 1961 73 Gesellschafter die Silvrettaseilbahn AG gründen, beginnt eine rasante Erfolgsgeschichte. Nur sieben Tage nach der Gründungssitzung im Hotel Post zu Ischgl werden die ersten Aufträge zum Bau der Silvrettaseilbahn vergeben. Mit einem Aktienkapital von damals 6.671.000 Schilling (484.400 Euro) startet man ein Projekt, das die Region für immer verändern wird.

Die erste Liftfahrt auf die Idalp

Die Bahn wird so schnell wie nur möglich auf den „Böden“ gebaut. Auf der Idalp, wo der Tourismus bis dahin nur Skitouren zu einem Alpenhaus kannte. Am 15. Dezember 1963 können die Silvrettabahn und am 21. Dezember der Idjochlift in Betrieb genommen werden. Der allererste zahlende Fahrgast, der Ulmer Hans Simmer, erlebt bei bestem Wetter und menschenleeren Hängen einen  „unvergesslichen Tag“.

 

Über eine Million Fahrgäste in den ersten zehn Jahren

Die Millionenmarke beförderter Fahrgäste wird schon 1970 erreicht. Mit der Höllbodenbahn (1983), der Bodenalpbahn (1987) und der Idjochbahn (1988) wurden die Kapazitäten in den 80ern noch einmal bedeutend erweitert – und 1989 dann auch die Zehn-Millionen-Marke geknackt. Erst der heftige Lawinenwinter 1999 brachte einen Einbruch der Besucherzahlen. Doch davon hat sich die Silvrettaseilbahn AG längst erholt, bei heute um die 17 Millionen Fahrgästen jährlich.

 

Erweiterung des Skigebiets bis in die Schweiz

Während im Tal der Lift am Hotel Edelweiß abgetragen und durch den Übungslift in Mathon ersetzt wurde, wurde das bis 1963 nur Tourengehern zugängliche Idjoch immer besser erschlossen. Im Bereich Höllkar und Palinkopf wurde in den 1970ern gen Westen erweitert. Auch das innere Fimbatal wurde 1975 per Lift befahrbar gemacht. Durch die Beteiligung an den Bergbahnen Samnaun AG expandierte man 1977 sogar zu den Nachbarn nach Süden – der Beginn einer bis heute sehr erfolgreichen Zusammenarbeit. 

 

Die Pardatschgratbahn – eine Klasse für sich

Auch die Zubringerbahnen erleben seit der Inbetriebnahme der ersten Pardatschgratbahn 1974 regen Zulauf. Seit 2014 führt die neue 3-S Pardatschgratbahn ohne Zwischenstation auf den Pardatschgrat. Die Dreiseilumlaufbahn überwindet mit 1.251 Höhenmetern den weltweit größten Höhenunterschied einer 3-S Seilbahn. 

 

Die Silvrettaseilbahn AG als Arbeitgeber

Seit dem ersten Liftbetrieb haben sich auch die 16 Angestellten des ersten Geschäftsjahres um ein vielfaches vermehrt – auf über 500. Auch die ihnen zur Verfügung stehenden Unterkünfte sind kontinuierlich auf 271 Betten gewachsen. Damit ist die Silvrettaseilbahn AG einer der größten und wichtigsten Arbeitgeber in der Region.

 

Eine große Entwicklung auf allen Ebenen: Aus Kartenzwickern wurden „Free Motion Leser“, aus einem kleinen Kiosk eine ganze Reihe von Panorama-Restaurants. Dabei blieben die Bilanzen stets positiv. Regelmäßig konnten große Investitionen in Bahn und Infrastruktur getätigt werden.